BAP
01.09.12 Loreley, St. Goarshausen 16.00 Uhr
„Wer hätt domohls drop jewett, dat dat su lang duhre däät?“ – Fast auf den Tag genau dreißig Jahre nach ihrem legendären „Rockpalast“-Auftritt kehren BAP am 1. September 2012 auf die Loreley zurück. Als Gäste werden Stoppok und Hubert von Goisern mit von der Partie sein.
„Die Loreley, bekannt als Fee und Felsen, / ist jener Fleck am Rhein, nicht weit von Bingen, wo früher Schiffer mit verdrehten Hälsen,
von blonden Haaren schwärmend, untergingen“. Aber noch ganz andere Geschichten ranken sich um diesen Ort am Rhein-Kilometerstein 555 – Geschichten von Rockkonzerten an langen Sommerabenden in einer der schönsten Freiluftarenen Deutschlands.
Anfang der 1980er Jahre begann der WDR „Rockpalast“-Nächte auf der Loreley zu veranstalten; am 28. August 1982 nahm mit BAP auch erstmals eine deutsche Band an diesen europaweit ausgestrahlten Rock-‘n‘-Roll-Feierstunden teil. Es war der endgültige Durchbruch für BAP, eine beglückende und unvergessliche Erfahrung für Band und Publikum, so himmelsstürmend, wie die Luftballons, die zu „Ne schöne Jrooß“ ins Blaue stiegen, so denkwürdig wie die abschließende Jamsession mit den anderen auftretenden Künstlern, mit Rory Gallagher, Eric Burdon und David Lindley.
Es hat sich viel getan seit diesem Augusttag, seit diesem „Märchen aus alten Zeiten“. Aus den damals zum allerersten Mal live gespielten Songs wie „Du kanns zaubre“ oder „Kristallnaach“ sind längst BAP-Klassiker geworden, aus Wolfgang Niedecken ein „in Würde ergrauter Mann“ und aus seiner 1976 gegründeten Band BAP, deren „Herz, Hand, Mund und Seele“ Niedecken ist, eine „Institution“ (Stern). Für eine solch lange Erfolgsgeschichte sind mehr als Zufall und ein kleines bisschen Glück nötig, im Falle von BAP sind das: das Festhalten an Rock-’n’-Roll-Idealen wie Authentizität und Glaubwürdigkeit bei gleichzeitiger, immer wieder in die Tat umgesetzter Bereitschaft zu Veränderung und Weiterentwicklung.
Und so ist eben auch vieles gleich geblieben. Wenn BAP am 1. September 2012 für ein Konzert im Rahmen der „Volles Programm“-Tour noch einmal auf der Loreley gastieren, im Gepäck neue Songs und viele der großen Hits, ist der Zuschauer einmal mehr eingeladen, sich auf eine intensive musikalische Erfahrung einzulassen, die alle lange schon gerühmten Live-Qualitäten der Band enthält: Spielfreude, Interaktion mit dem Publikum und jede Menge Euphorie. Auch Gäste werden bei der Rückkehr an diesen mythenumrankten Ort wieder mit von der Partie sein. Die langjährigen Freunde und Weggefährten Stoppok (solo) und Hubert von Goisern (mit Band) werden das Festival eröffnen, ehe am Abend ein BAP-Konzert in voller Länge folgen wird.
Und noch etwas hat sich nicht geändert. Auf die Frage des „Rockpalast“-Moderators, ob Niedecken denn den Dialekt für seine Songs beibehalten wolle, gab es schon vor dreimal zehn Jahren nur eine mögliche Antwort. Mer sooch Weltreiche zerplatze, nur beim Kölsch, do blevv et bei.
1982/ 2012: DAS ROCKPALAST-JUBILÄUM
Samstag 01.09.2012 | Freilichtbühne LORELEY
BAP | Hubert von Goisern | Stoppok
Einlass: 14 h | Beginn: 16 h
Tickets unter.....
www.bonnticket.de | Hotline: 0228/ 50 20 10 und an allen bekannten VVK-Stellen
örtlicher Veranstalter: E.L. Hartz Pronotion GmbH | www.noisenow.de
BAP
Nach seinem favorisierten Livealbum gefragt, fallen Wolfgang Niedecken ein paar Grundsätzlichkeiten zu jenen Aufnahmen ein, die nicht selten einen Etikettenschwindel beinhalten.
„Ein wirklich gutes Livealbum muss atmen und Risiken zulassen. Wenn man zum Abmischen von Liveaufnahmen noch Dutzende Instrumente ins Studio karren muss, um vermeintliche Fehler gerade zu bügeln, hat eine Liveplatte ihren lebendigen Charakter eigentlich bereits verloren. Es geht vollkommen am Sinn einer Liveaufnahme vorbei, wenn nach der Studioaufbereitung nur noch das Schlagzeug, das Publikum und der Clicktrack live zu hören sind“, merkt der BAP-Chef ironisch an.
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Hubert von Goisern
Hubert von Goisern wurde am 17. November 1952 in Bad Goisern im österreichischen Salzkammergut als Hubert Achleitner geboren. Mit 5 Jahren erklärte er seinen Eltern, er wolle Dirigent werden. Musik-Unterricht konnte sich seine Familie nicht leisten und so ergriff er mit 12 Jahren selber die Initiative, indem er bei der örtlichen Blaskapelle vorstellig wurde. Dort bekam er als Leihgabe sein erstes Instrument - eine Trompete - und kostenlosen Unterricht. Mit 16 Jahren spielte er bereits die erste Trompete im Orchester, aber Meinungsverschiedenheiten bezüglich des redundanten Repertoires und ein Dauerstreit mit dem Kapellmeister, wegen seiner damals schulterlangen Haare, führten 3 Jahre später zum Hinauswurf. Damit verbunden war auch die Rückgabe seines Instrumentes. In Ermangelung einer Trompete, griff er als nächstes zur Gitarre und brachte sich das Spielen selbst bei. Es folgten Sessions mit Gleichgesinnten, die Gründung einer Band und erste Eigenkompositionen. Hubert hörte Taj Mahal, Alexis Korner und entdeckte den Blues, er kaufte sich Schallplatten von Jimmy Hendrix, Ravi Shankar, John McLaughlin und Miles Davis und tauchte ein in neue Klang- und Spielwelten.
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Stoppok
30 Jahre auf der Bühne – Alles wird schlechter, Stoppok wird immer besser
STOPPOK gehört zu jenen Musikern, die sich weder von der Musikindustrie vereinnahmen, noch vor irgendeinen Karren spannen lassen. STOPPOK geht seinen Weg jenseits aller Trends und veröffentlichte erdige Alben, die eine eigenständige Mischung aus Folk, Rock, Rhythm'n Blues und Country, kombiniert mit hervorragenden deutschen Texten hervorbringen. Er singt mit feinem Humor über die Widrigkeiten des Alltags und profiliert sich dabei immer wieder neu als kritischer Betrachter seiner Umwelt. Darüber hinaus wird STOPPOK als großartiger Musiker und exzellenter Gitarrist auch von vielen Kollegen verehrt.
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