MICK RALPHS BLUES BAND, 08.04.2014 Bonn, Harmonie, 20 Uhr
Datum/Uhrzeit
Januar 10, 2014
20:00
Veranstaltungsort
Harmonie Bonn
Mick Ralphs ist einer der leisen, stillen aber einflussreichen Gitarristen der britischen Blues und Rockszene.
Sein Stil ist vergleichbar mit Mick Ronson, oder auch Joe Walsh, Geschwindigkeit war nie das Thema für ihn, sondern die Melodie und das Feeling für den Song.
Aufgewachsen mit der Musik der 60er Jahre nennt er als seine Vorbilder die klassische Rock´n Roll Schule Chuck Berry, Eddie Cochran, aber auch die neu aufkommende West Coast Szene Mitte der 60er Jahre beeinflusste ihn früh, Bands wie Buffalo Springfield und Leslie West – der Mountain Gitarrist.
Eine seine ersten Bands waren „The Buddies“ 1964, die als einzigen Release eine Single mit einem Song von Mick Ralphs veröffentlichten, aber als Live Band europaweit aktiv waren, allerdings mit sehr unterschiedlichen Namen u.a. als Doc Thomas Group und mit einem weiteren Ursprungsmitglied von MOTT THE HOOPLE an Bord Peter Overend Watts am Bass. Mit Dale Griffin (Schlagzeug) und Verden Allen (Keyboard) wurde der endgültige Gruppenname „The Silence“ gewählt – die Urformation einer der großen und einflussreichen Britischen Rock Bands „MOTT THE HOOPLE“, die lediglich um den charismatischen Sänger Ian Hunter erweitert wurde.
MOTT THE HOOPLE kreierten einen Rocksound analog zu den Rolling Stones, der stark Blues beeinflusst war, konzentrierten sich aber stark auch auf das wesentliche, minimalistische Rockelement und hatten damit schon frühe Punk Tendenzen. Die Kombination Sänger Ian Hunter und Gitarrist Mick Ralphs wurden vielfach mit Jagger/Richard verglichen.
Ralphs schrieb für die Band einige ihrer besten Songs wie ‘Rock And Roll Queen’, ‘Half Moon Bay’, ‘Thunderbuck Ram’, ‘Whiskey Women’, ‘Midnight Lady’, ‘The Moon Upstairs’, ‘Moving On’, ‘Ready For Love’ and ‘One Of The Boys’.
Nach der erfolgreichen Rock Hymne “All The Young Dudes” drängte die Plattenfirma Mott The Hoople immer mehr in die kommerzielle Popschiene. Dies führte zum musikalischen Bruch in der Band.
Mick Ralphs und Bassist Overend Watts stießen auf Paul Rogers, der für Mott the Hoople als Support tourte, der Sänger der erfolgreichen Band FREE suchte nach neuen Wegen . „I couldn’t believe that someone of Paul Rodgers calibre was supporting us, although his band weren’t that great,’ erklärte Mick Ralphs. ‘We all loved Paul and got him up to sing with us one night, and I said to him backstage that I’d got some songs we weren’t doing in Mott and would he like to do them. So I played him ‘Ready For Love’ and he liked that, and then I played ‘Moving On’ and he liked that too.
Ian Hunter versuchte Mick Ralphs für Mott The Hoople zu erhalten, wie er in einen Interview erklärte ‘I didn’t want Mick to leave. I spent three hours with him trying to talk him out of it, but it was getting ridiculous. I even offered him half my royalties on a total co-writer basis and he was writing maybe an eighth of what I was writing. I believe in Mick Ralphs. His taste is impeccable, that’s why I say he’s one of the best guitar players there is. “
Mott The Hoople zerbrach kurze Zeit später und Bad Company wurde geboren, eine der großen Rock Bands des Jahrzehnts und wieder ein Sänger/Gitarristen Team – Paul Rodgers/Mick Ralphs.
Das Debütalbum Bad Company schloss weltweit in die Top Ten, No3 in GB und No1 in den USA mit Platinstatus, mit von der Partie waren die heutigen Rockklassiker der Band, die von Ralphs geschriebenen Songs „Ready For Love“ und „Can´t Get Enough“ – die zum Aushängeschild der Band wurden. Bad Company wurden zu einer der erfolgreichsten Britischen Rockbands in den USA und füllen heute hier noch Arenen.
Auch die Nachfolge Alben wurden erfolgreich und lebten von Songwriter Team Rodgers/Ralphs. Weitere erfolgreiche Songs der Band stammen aus dieser Zusammenarbeit wie ‘Good Lovin’ Gone Bad’ , ‘Feel Like Makin’ Love’ , ‘Deal With The Preacher’ und ‘Wild Fire Woman’. ‘Once I got working with Paul I got into a roll,’ erklärte Ralphs. ‘I unleashed a lot of songs because I had the perfect vehicle; I had the greatest singer in the world and the greatest drummer, and everybody was into the blues, so I was able to exploit my songwriting to the degree that I did.’
Der Alben Druck und die regelmäßig in Zyklus von zwei Jahren wiederkehrenden Welt Tourneen zerrten an der Band bis zum Stillstand Mitte der 80er Jahre.
Mick Ralphs zog sich zurück , arbeitete als Sessionmusiker und an eigenen Studioalben, scheiterte wie er selbstkritisch zugesteht an seinen Gesangskünsten und die Majorfirmen wollten von ihm immer wieder den typischen Bad Company Rocksound.
Als Konsequenz, um aus diesen Dilemma zu entfliehen, tourte er mit David Gilmour von Pink Floyd, arbeitete mit George Harrison, Jon Lord, Jim Capaldi um nur einige zu nennen.
1995 entschloss sich Mick Ralphs zu einem neuen Bad Company Album “Company Of Strangers” mit dem neuen Sänger Robert Hart, stimmlich sehr ähnlich an Paul Rogers. Und die Rockmaschine lief wieder an, US Tourneen mit Bon Jovi, regelmäßige Veröffentlichungen.
Bis heute ist Mick Ralphs seiner Band Bad Company treu geblieben und hat gerade eine erfolgreiche Sommertour mit Originalsänger Paul Rogers hinter sich.
Aber auch Mott The Hoople ist wieder aktive, Ian Hunter und Mick Ralphs arbeiten regelmäßig zusammen an Ian Hunters Soloalben, dies führte zwangsläufig zu zwei umjubelten und ausverkauften Reunion Konzerten in der ehrwürdigen Royal Albert Hall und dieses Jahr in einer großen Reunion Arena Tour durch Großbritannien.
Sein Liebe zum Live spielen findet Mick Ralphs aber seit ca. zwei Jahren in der Mick Ralphs Blues Band, die sich völlig losgelöst von kommerziellen Zwängen frei entfalten kann. Mit Freunden zusammen spielt hier Mick Ralphs seinen klassischen Rockstil, sehr Blues orientiert, basierend auf den zweiten starken Gitarristen Jim Maving , der zudem singt und dem ausdruckstarken Rock- und Blues Shouter Son Maxwell, der auch Blues Harp spielt.
Mick Ralphs Blues Band zelebrieren einen Rock- Blues Sound in der Tradition von Bad Company und Mott The Hoople, von denen sie auch einige Stücke im Programm haben, aber sie konzentrieren sich mehr auf die Basis des gesamten Britischen Rock, den Rock Blues Sound der 60er Jahre.
